Bei den MD DevDays 2026 in Magdeburg präsentierten Luca und Falko eine einstündige Session: “Prompt Engineering ist Requirements Engineering”.

Die These: Nach Jahren mit LLMs ist Luca wieder Requirements Engineer geworden. Die Parallelen sind verblüffend – und eine gute Nachricht für alle, die schon wissen, wie man Anforderungen formuliert.

Das Problem mit Prompts

Prompts sind flüchtig. Nach der Session sind sie weg. Die Anforderungen, die darin stecken, sollten aber dauerhaft sein – sonst fängt jede neue Konversation bei null an.

Die Lösung: Spec-Driven Development

Statt Prompts zu tippen und zu hoffen, entwickelt man Spezifikationen, die KI über Sessions hinweg anleiten:

  • requirements.md – Was soll das Feature tun? Welche Constraints gelten?
  • plan.md – Wie zerlegen wir das? Welche Komponenten?
  • tasks.md – Konkrete, abarbeitbare Schritte
  • Tests – ausführbare Spezifikationen, die auch nach dem Refactoring noch gelten

Die KI liest diese Artefakte und arbeitet konsistent – nicht nur in dieser Session, sondern auch morgen und übermorgen.

Warum das funktioniert

Dieselben Kriterien, die seit Jahrzehnten gute Requirements ausmachen, machen auch gute Prompts aus. Wer User Stories schreiben kann, kann Prompts schreiben – nur dauerhafter. Und wer es noch nicht kann, sollte es schleunigst lernen.

Der Mindset-Shift

Statt “Prompt Engineering lernen” heißt es: Requirements-Engineering-Skills auf ein neues Medium anwenden. Implementierung wird an die KI delegiert; Intention und Qualität bleiben über Spezifikationen unter Kontrolle.

Mehr Details: MD DevDays Act 1000877.