Bei den MD DevDays 2026 in Magdeburg hielt Luca einen ganztägigen Workshop über Test-Driven Development im Zeitalter der KI-Coding-Assistenten.

KI-Coding-Assistenten generieren Code schneller, als Menschen ihn reviewen können. TDD ist die Antwort darauf – und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Tests müssen ohnehin geschrieben werden, also nutzen wir sie als dauerhafte Prompts. Prompts verschwinden nach der Konversation; Tests bleiben.

Die zentrale Erkenntnis des Workshops: Tests sind nicht nur Verifikation, sondern ausführbare Spezifikationen, die KI-Assistenten über Sessions, Refactorings und Teamwechsel hinweg anleiten. Nur über diesen Hebel lässt sich Implementierung an die KI delegieren, ohne Kontrolle über Qualität und Intention zu verlieren.

Was die Teilnehmenden mitgenommen haben

  • Tests als ausführbare Spezifikationen, die KI-Implementierung steuern
  • Das AAA-Pattern (Arrange-Act-Assert) als Struktur für klare Verhaltens-Spezifikationen
  • Dreistufige Spezifikationsentwicklung: Ideen → Outlines → Implementierungen
  • Antizipation typischer KI-Schwachstellen wie Happy-Path-Bias, fehlende Validierung und Erfolgstheater
  • Fokus und Kontrolle trotz hohem KI-Generierungsvolumen

Ablauf

  1. Tests als Spezifikationen verstehen – warum TDD mit KI eine neue Dimension gewinnt
  2. Effektive Spezifikationen schreiben – AAA-Pattern, Verhalten statt Implementierung beschreiben
  3. Spezifikations-Implementierungs-Loop – auf Spezifikationsebene arbeiten, KI implementiert
  4. Systematische Spezifikationsentwicklung – dreistufiger Ansatz für Übersicht trotz Volumen
  5. Capstone-Übung “Look ma, no hands!” – ein Feature komplett über Spezifikationen entwickeln

Mehr Details: MD DevDays Act 1000874.