Die MD DevDays 2025 erwiesen sich als außergewöhnliche Veranstaltung für vempio: Falko Werner und Luca Ingianni hielten vier vielfältige Sessions vor einem Publikum von 750 Teilnehmern. Von einer Keynote über KI-gestützte Entwicklung bis hin zu einem innovativen “hands-off” Hackathon deckten ihre Präsentationen das gesamte Spektrum moderner Softwareentwicklungsherausforderungen und -lösungen ab.

Keynote: “Wer selber codet, ist selber schuld!” - KI-Tools in der Softwareentwicklung

Der Höhepunkt von vempios Präsenz war die Keynote “Wer selber codet, ist selber schuld! KI-Tools in der Softwareentwicklung richtig eingesetzt”, die von Falko und Luca gehalten wurde. In dieser 30-minütigen Session demonstrierten sie, wie KI-Tools wie GitHub Copilot, GitLab Duo und ChatGPT die Softwareentwicklung revolutionieren.

Die Keynote erforschte, wie diese Technologien Entwicklungszeiten drastisch verkürzen, Fehler minimieren und Projekte effizienter gestalten können. Die Sprecher machten überzeugend deutlich, dass manuelles Codieren ohne KI-Unterstützung bald der Vergangenheit angehören könnte. Die Session ist nun als Aufzeichnung auf YouTube verfügbar und macht diese Einsichten einem breiteren Publikum zugänglich.

Zentrale Erkenntnisse:

  • KI-Tools verändern fundamental, wie Software entwickelt wird
  • Richtige Integration von KI-Assistenten kann die Effizienz erheblich steigern
  • Die Zukunft der Entwicklung liegt in der Mensch-KI-Kollaboration, nicht im Ersatz

Continuous Delivery: Der pragmatische Einstieg mit MinimumCD

Aufbauend auf der MinimumCD-Initiative, die aus dem DevOps Enterprise Summit 2021 hervorging, präsentierten Falko und Luca einen praktischen Weg zur kontinuierlichen Softwareauslieferung. Diese 60-minütige Session behandelte die häufige Frage: “Wo fängt man konkret mit Continuous Delivery an?”

Anstatt sich in komplexen Tool-Landschaften zu verlieren, konzentrierte sich die Präsentation auf die drei Kernelemente, die für den Start benötigt werden, und wie man CD-Praktiken systematisch aufbaut und weiterentwickelt. Durch konkrete Herausforderungen und deren Lösungen - von zu großen Stories über manuelle Tests bis hin zur Automatisierung - lernten die Teilnehmer, wie sie CD erfolgreich in ihren Teams einführen können.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Fokus auf wesentliche Elemente statt komplexe Toolchains
  • CD-Praktiken schrittweise und systematisch aufbauen
  • Häufige Stolperfallen wie Story-Größe und Testautomatisierung frühzeitig angehen
  • Jede Änderung sollte sicher und zuverlässig in Produktion gebracht werden können

“It’s the Product, Stupid!” - Produktmanagement als gemeinsame Verantwortung

In ihrer Produktmanagement-Session gingen Falko und Luca ein kritisches Problem an: Warum viele Teams mit modernsten Technologien und agilen Methoden dennoch nicht die erwarteten Erfolge erzielen. Oft liegt das Problem nicht an der technischen Umsetzung oder mangelnden Skills, sondern an unzureichendem Produktmanagement.

Diese Session auf mittlerem Niveau erforschte, wie man Produktmanagement unabhängig von der eigenen Rolle im Team verbessern kann. Die Sprecher betonten, dass erfolgreiches Produktmanagement eine Teamverantwortung ist, zu der alle beitragen können und sollten.

Session-Ergebnisse:

  • Klare Diagnose-Tools zur Bewertung des Produktmanagements in der eigenen Umgebung
  • Praktische Ansätze für verschiedene Rollen:
    • Entwickler: Wie man konstruktiv zur Produktstrategie beitragen kann
    • Product Owner: Wie man das Team wirkungsvoll einbindet und ermächtigt
    • Scrum Master: Wie man die Zusammenarbeit zwischen Produktmanagement und Entwicklungsteams fördert
  • Direkt umsetzbare Verbesserungen für die tägliche Arbeit
  • Erkenntnisse aus der Praxis: Learnings aus erfolgreichen und gescheiterten Projekten

“Look Ma, No Hands!” - Ein KI-Only Hackathon

Die vielleicht innovativste Session war der experimentelle 2-stündige “Night School” Hackathon, bei dem die Teilnehmer Anwendungen entwickelten, ohne selbst eine einzige Codezeile zu schreiben. Die gesamte Entwicklung musste durch KI-Tools wie ChatGPT, GitHub Copilot oder ähnliche Assistenten erfolgen.

Dieses einzigartige Format konzentrierte sich nicht auf Programmierfähigkeiten, sondern auf die Kunst des effektiven Promptings. Die Herausforderung testete die Fähigkeit der Teilnehmer, KI-Tools durch natürlichsprachliche Anweisungen zur Erstellung funktionaler Anwendungen zu führen.

Hackathon-Struktur:

  • Einführung in verschiedene KI-Coding-Assistenten
  • Team-Building und Präsentation der Entwicklungsaufgabe
  • “Hands-off” Entwicklungsphase mit regelmäßigem Austausch von Prompting-Strategien
  • Live-Demos der KI-generierten Lösungen
  • Gemeinsame Code-Review: Was hat die KI gut gemacht? Wo hatte sie Schwächen?
  • Abschließende Retrospektive: Sammlung der besten Prompting-Strategien

Zentrale Erkenntnisse:

  • Praktische Erfahrung mit verschiedenen KI-Entwicklungstools
  • Arsenal an effektiven Prompting-Techniken
  • Realistische Einschätzung der aktuellen KI-Coding-Fähigkeiten
  • Inspiration für den KI-unterstützten Entwicklungsalltag

Wirkung und Community-Engagement

Die vier Sessions demonstrierten vempios umfassende Expertise über die gesamte moderne Softwareentwicklungslandschaft - von KI-gestützten Tools und Delivery-Praktiken bis hin zu Produktstrategie und experimentellen Entwicklungsansätzen. Durch die Behandlung sowohl technischer als auch organisatorischer Herausforderungen versorgten Falko und Luca 750 Teilnehmer mit praktischen Einsichten, die sie sofort in ihrer Arbeit anwenden konnten.

Die Vielfalt der Formate - von Keynote bis hin zum praktischen Hackathon - zeigte verschiedene Lernansätze und Engagement-Stile auf und stellte sicher, dass Teilnehmer mit unterschiedlichen Präferenzen und Erfahrungsständen von vempios Expertise profitieren konnten.

Die aufgezeichnete Keynote erweitert diese Wirkung über die Konferenz hinaus und macht diese KI-Entwicklungseinsichten der breiteren Softwareentwicklungsgemeinschaft zugänglich. Dies entspricht vempios Mission des Wissenstransfers und der Befähigung von Entwicklern, effektiver mit modernen Tools und Praktiken zu arbeiten.